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Die Zeit rennt uns unaufhaltsam durch die Finger wie Sand. Lange ist es her, dass wir Wochentagen oder Daten besondere Achtung geschenkt haben – wir hatten immer nur bis zur nächsten Wanderung gedacht, bis zum nächsten Ziel geplant, bis zum Ende des Regens gewartet. Viele fangen jetzt sicher an zu lächeln und denken, es sei ein Luxus der Reisenden nicht auf Zeit zu achten… aber ich kann euch sagen, dass sich Ignoranz des Zeitflusses als kein sonderlich gutes Mittel des Zeitanhaltens herausgestellt hat und einen diese Erkenntnis früher oder später wie eine eiskalte Welle erwischt. Ihr könnt euch ja nicht vorstellen, wie groß unsere Überraschung und unser Schrecken war, als es eines Morgens kalt, Herbst und auch schon fast Ostern war! Immerhin wollten wir ziemlich genau jetzt bereits auf unserem Weg nach Indonesien sein und wir haben es nicht mal bis auf die Nordinsel geschafft.

In einem Anflug von Panik und daraus resultierender Planung und Zeitstraffung verzichteten wir also auf Projekt „auf Sonnenschein in der Golden Bay warten“ und fuhren stattdessen lieber meine Gastfamilie in Port Ligar besuchen, 70km nördlich vom Highway 6 Nelson – Picton am nord-westlichen Ende der Fjordlandschaft der Marlborough Sounds. Als ich vor sechs Jahren in Neuseeland war, habe ich hier gewooft/gearbeitet – wie auch bei Bob schon. Allerdings stand bei der Familie Shand nicht Bäumepflanzen auf dem Plan, denn sie sind eine 12-köpfige Familie und besitzen eine Muschelfarm nebst Schafen und Rindern. Vier der zehn Kinder sind noch schulpflichtig und werden von ihrer Mutter Raewyn zu Hause unterrichtet, wohingegen die restlichen mittlerweile erwachsenen Kinder zwischen Christchurch, Wellington, Melbourne etc. verstreut sind und ihre eigenen Leben leben. Übers Internet habe ich mit Raewyn in den vergangenen Jahren zwar nur hin- und wieder, aber doch stetigen Kontakt gehalten und freute mich nun besonders darauf, die Familie in der Schönheit, Verlassenheit und Einsamkeit der Marlborough Sounds zu besuchen, die mich schon damals so faszinierte.



Auf dem Weg nach Port Ligar durch die Marlborough Sounds



Eine Muschelfarm auf dem Weg nach Port Ligar durch die Marlborough Sounds



Port Ligar



am Bootssteg



am Bootssteg



am Bootssteg



am Bootssteg



Mahalia beim Hühner füttern



Quallen innmitten einer Muschelfarm



Sebastian, einer der Söhne, arbeitet 4 Tage/Woche ununterbrochen auf einem Boot an den Muschelfarmen

Eigentlich wollten Chris und ich nur 2 Nächte bei den Shands bleiben. Am Abend vor unserer Abreise luden uns die Shands jedoch ein, sie auf einem zweitägigen Jagd-und Fisch-Trip nach D’Urville Island zu begleiten. Die Insel liegt am nördlichen Ende der Marlborough Sounds und ist unbewohnt abgesehen von einem Ranger und ein paar Ferienhäusern. Da D’Urville Island auch touristisch nicht erschlossen ist, war dies eine einzigartige Chance für uns diesen Ort besuchen zu können und so nahmen wir die Einladung dankbar an :o)



Azzan, mit 8 Jahren der jüngste Sprössling



Tim



auf dem Weg nach D’Urville Island



erzählen und lachen mit Mahalia und Azzan auf dem Weg nach D’Urville Island



erzählen und lachen mit Mahalia und Azzan auf dem Weg nach D’Urville Island



Tim und sein Sohn Anson präparieren der Gewehre für den Jagdtrip



Organisation des Abendessens – fischen unterwegs



Organisation des Abendessens – fischen unterwegs



Anson filetiert die frisch gefangenen Fische direkt





Azzan und Mahalia spielen mit einem selbstgebauten Floß



Azzan und Mahalia spielen mit einem selbstgebauten Floß



Azzan genießt den Sonnenschein



Das Camp – 9 Leute passten in dies kuschelige Zelt, welches selbst den Sturm in der ersten Nacht überlebte :o)





Shoshanna im Abendlicht



Zeitvertreib mit Cornelia Funkes „Tintenblut“ während Chris den Sonnenuntergang photographiert



kurz vor Sonnenuntergang



Mahalia ist immer schnell für alles zu begeistern… Sonnenuntergänge, das Farbenspiel auf Gräsern, Hügeln, Klippen und Wellen… und immer eine willkommene und interessante Gesprächspartnerin



Sonnenuntergang



Ansons Jagderfolg…



Tim holt die „Jäger“ am ausgemachten Treffpunkt mit dem Boot ab…



…derweil er Chris das Boot steuern lässt



Trophäe



Mahalia

Als wir Port Ligar verlassen hatten, gaben wir der Golden Bay eine letzte Chance. Aber der Wetterbericht verhieß nichts Gutes und so machten wir uns nach 1 1/2 Tagen bereits wieder zurück auf den Weg nach Nelson in unser Lieblingshostel – das Almond House – wo wir seit 3 Tagen auf das Ende des Regens warten, Ostern mit netten Menschen verbringen, unendlich viel lachen, Uno spielen und gemeinsam kochen. Morgen machen wir uns auf den Weg nach Picton und nehmen die Fähre um 6 Uhr abends auf die Nordinsel :o)



Pupu Springs – das reinste Wasser der südlichen Hemisphäre



Sonnenuntergang an Wharariki Beach



Schwarze Schwäne nähe Collingwood

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3 Kommentare auf “alte Bekannte und neue Wege”

  1. Conny sagt:

    Hach^^ Bis auf die „Jagdtdingsbums-.-“ bin ich mal wieder so hin und weg xD Hab ewig nicht geguckt (weil ich iwie immer nur über Facebook zu euch komme und da lange nich war) und hatte jetzt viel zum nachlesen^^ GEIL! Ich lese eure Berichte immer nur gaaanz alleine, weil ich’s so schön finde das oft ein paar Tränchen kullern x.x Und weil ich ja eine harte Eule bin, mach ich das lieber alleins *lol**hust* xD Also dann bis zum nächsten Bericht^^

  2. Raewyn sagt:

    We were so thrilled to have you both to visit. And to see you once again Kathi. I am very very glad you got to experience D’Urville Island with the family and even better, a successful hunting trip :-)

    I am also glad you got to Golden Bay and although you say you didn’t spend much time there, you did get to Wharariki Beach. I hope you will return to us soon xxxxxx

  3. Mmmmmmm und wieder bin ich weggesunken in dieser Landschaft ,dem Bericht und den netten Gesichtern der Familie Shand…….es ist einfach schöööön……Ich knuddele Euch