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23. – 30. Juni 2011

Unsere Gefühle, die kurz vor Abflug aus Indonesien durch unsere Köpfe schießen, sind nicht ganz einfach zu deuten. Wir können es kaum abwarten, wieder in Auckland zu landen und die vertrauten Straßen im Stadtteil Mount Eden langzulaufen. Und trotzdem ist es nicht so ganz einfach. Ich glaube, wir konnten Indonesien einfach nicht gerecht werden. Es ist ein wunderschönes Land, so abwechslungsreich und mit einem Volk, was ich mir gastfreundlicher kaum hätte vorstellen können. Aber wir waren einfach nicht genug… ja was denn? nicht offen genug? nicht flexibel genug? nicht „frisch“ genug? Mir fallen viele Ausdrücke ein, aber keiner trifft es so richtig. Ich glaube im Grunde lässt es sich darauf zusammenstreichen, dass wir nach über sechs Monaten auf Achse sein und aus dem Rucksack leben einfach zu müde waren. Neuseeland hatte uns in unserer Unabhängigkeit und unserem Sicherheitsgefühl etwas verwöhnt –  wir hatten ein eigenes Auto und konnten tun und lassen was wir wollten. Und in Indonesien waren wir wieder abhängig. Wie kommen wir von A nach B? Gibt es öffentliche Verkehrsmittel (die mit Chris‘ Bandscheiben kompatibel sind)? Was wäre ein normaler Preis? Werden wir gerade (wieder) abgezockt? Wo kriegen wir ein Auto mit Fahrer her? Ist es dort sicher? Wir sprechen kein Bahasa  – gibt es dort jemanden der uns mit der Verständigung hilft? Und immer verhandeln, egal wobei.

Ich bin mir sicher, dass uns Indonesien von den asiatischen Ländern, die wir bisher sehen durften, am besten gefallen hätte, wenn wir nicht so „müde“ gewesen wären und wir vieles etwas entspannter und mehr mit Humor hätten sehen können. Dieses Volk mit dem herzaufgehenden Lächeln und seiner unbeschreiblichen Freundlichkeit luchst auch den grumpeligsten Westlichen ein Strahlen ab. Ich denke wir müssen uns und Indonesien einfach irgendwann nochmal eine Chance geben :o)

Wir landeten im winterlichen Auckland am Freitag vormittag in kuscheligen 10°C und Mieselregen. Und trotzdem sind wir überglücklich und haben ein Gefühl wie nach Hause kommen. Entweder ist Neuseeland einfach mehr unser Ding oder wir sind Gewohnheitsmenschen (wahrscheinlich beides)… das Wochenende verbringen wir mit Lieblingskaffee-trinken-gehen und Lieblingsessen-kochen in unserem Lieblingshostel, Mit-Winter-halb-Weihnachten feiern mit den Mädels Sandra und Rebecca, die immer noch im Bamber House wohnen, und durch Auckland schlendern (und zwischendurch auch mal ein bisschen Sachen packen und Wäsche waschen) :o)

Am Montag stiegen wir wieder in ein Flugzeug (das 22. seitdem wir Frankfurt im Dezember verlassen haben) und flogen nach Fiji – Neuseelands Malle sozusagen :o) Von da aus ging es am Dienstag durch das große Zeitportal, um am Montag (also fast 24 Stunden vorher) in Samoa anzukommen. Hört sich komisch an, ist aber so und durch die Zeitzonen (Fiji GMT +12 und Samoa GMT -11) zu begründen :o) Hier hat uns das tropisch-feuchte Wetter wieder eingeholt und wir aklimatisieren uns nun 3 Tage bis am Donnerstag unser Flug nach Hawaii geht :o)

2 Kommentare auf “Gestern war Sommer, heute ist Winter und morgen wird gestern sein. Ab durch die Zeitportale”

  1. Helga sagt:

    :-)…….

  2. Raewyn sagt:

    It sounds to me like you are very ready to go home ;-) I am in Auckland now – sorry to have missed you. I arrived on 30th and leave tomorrow. It is funny to hear you talk about Mt Eden – feels like I am following your footsteps in the city!! Enjoy relaxing in Samoa and Hawaii xxxxx