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25.12.2010 – 27.12.2010

Viel hatte ich im Vorfeld über Angkor Wat gehört. Riesig sei es, unvorstellbar wenn man es nicht gesehen habe. Die Superlativen überschlugen sich… Tomb Raider wurde ja in den Tempel-Anlagen gedreht. Die Vorfreude war riesig!

Am ersten Weihnachtstag klingelte dann nach 2 1/2 Stunden Schlaf um 4:00 der Wecker. Sonnenaufgang in Angkor Wat! Rein ins Tuk-Tuk (die hier komplett anders und viel bequemer als in Süd-Thailand sind) und in absoluter Dunkelheit noch vollkommen verschlafen Richtung Angkor Wat bzw. den Ticketständen. Verdammt war die Fahrt kalt!

In Angkor Wat angekommen, gings dann mit den Stirnlampen durch die Dunkelheit. Weit kamen wir allerdings nicht, denn wir wurden beim ersten Durchgang direkt von einem (vermeintlichen?) Mönchsgehilfen abgefangen. Und ich dachte noch: „Shit, ich möchte keine Räucherstäbchen kaufen“ aber da hatte ich auch schon einen Strauß in der Hand, musste zwar nichts zahlen, wurde aber hektisch in einen dunklen Gang zu einem Budda-Schrein mitgezogen. Bildlich wurde mir erklärt wie ich Buddha huldigen muss, nämlich indem ich mich mit den Räucherstäbchen mehrfach verbeuge(n ließ) und dabei all meinen Liebsten das Beste wünschte —> „For my mother (heftige Verbeugung mit Nachdruck vom Mönchsgehilfen), for my father (Verbeugung),  for my brother (Verbeugung), for my sister [?!] (Verbeugung),  for career (Verbeugung) and good luck (Verbeugung und endlich Lockerung der Handgriffe in meinem Nacken und meinem Bauch). Ich noch etwas benommen vom den unerwarteten Kopfüberbeugungen, auf die ich nicht viel Einfluss hatte, sah dann den Mönchsgehilfen am Buddhaschrein ein Tuch aufklappen und immer wieder wiederholen „Now Money please, it’s for the monks, it’s for the monks!“ Jo und dann musste natürlich gespendet werden, diese hochspirituelle Huldigung dauerte zwar nur ca. 20 Sekunden, ist ja aber immerhin eine Ehre. Nach kurzem Blickkontakt mit Kathi war klar: Aus der Nummer kommen wir nicht mehr raus.  Also gut, was haben wir denn noch so an Riel in der Tasche? [Anmerkung: Riel ist die kambodschanische Währung, wird aber mit einer Umrechnung von 4000 Riel=1 Dollar lediglich für Cent-Beträge genutzt und daher bei Weitem nicht so gern genommen wie US-Dollar] Das bekam der Mönch natürlich direkt mit und wiederholte ständig: „No Riel, Dollar! but 10 is enough for 2, 10 Dollar is enough for 2″. So im Vergleich: ein Lehrer verdient hier ca. 60 Dollar/Monat, ein Polizist um die 25 (zumindest wurde mir das erzählt) – demnach sind 10 Dollar hier eine Menge Geld.

Der Sonnenaufgang an sich war nicht so beeindruckend, da wir die westliche Front aufgrund von Bauarbeiten nicht ablichten wollten. Als es nun immer heller wurde, sahen wir Angkor Wat in voller Größe: „WOW! Also das ist schon sehr beeindruckend, kann man so gar nicht beschreiben.“

Danach gings dann noch weiter zu diversen Tempeln, Angkor Thom, Bayon und Tah Prohm. Hier kam das Tomb Raider Feeling schon ganz gut rüber, leider wurde einem aber auch bewusst, dass alle Länder um uns herum die Feiertage für einen Besuch hier zu nutzen scheinen und ein ständiger Kampf mit unzähligen japanischen Reisebussen auf Dauer ganz schön anstrengend ist. Spätestens beim Sonnenuntergang am  Phnom Bakheng (Bergtempel) wurde uns klar, wie überlaufen die Anlagen wirklich sind, da hier schon nahezu Festivalzustände herrschten wir noch vor Sonnenuntergang die Mission abgebrochen haben und zurück ins Hotel sind.

3 Tage, 3 Sonnenaufgänge in den Tempeln von Angkor, die an sich schon sehr, sehr toll, aber leider deswegen auch sehr überlaufen waren.  Am Besten hat uns die Fahrt mit unserem Tuk-Tuk-Fahrer Mr. Wet gefallen. 3 Tage kreuz und quer durch die Gegend, gerade die abgelegenen Orte hatten für uns ihren ganz besonderen Charme und hat uns viel von Land und Leuten der Umgebung Siem Reaps gezeigt.Geschäftige, freundlich frohe Gesichter überall am Wegesrand… einfach wunderschön.

Affenbande – Südtor vom Tempel Angkor Thom

Affenbande mit Nachwuchs – Südtor vom Tempel Angkor Thom

Affenbande mit Nachwuchs – Südtor vom Tempel Angkor Thom

Nonverbale Kommunikation oder Kontest wer blöder gucken kann?! – Südtor vom Tempel Angkor Thom

Mit Affen chillen – Südtor vom Tempel Angkor Thom

Tempel der Gesichter – Bayon Tempel

Tempel der Gesichter – Bayon Tempel

Die Natur schlägt zurück – Tah Prohm Tempel

Die Natur schlägt zurück – Tah Prohm Tempel

Kleines Mädchen chillt im Baum – Tah Prohm Tempel

Kathi genießt die letzten Sonnenstrahlen und liest im Tempel der Gesichter

Kathi genießt die letzten Sonnenstrahlen und liest im Tempel der Gesichter

Sturm des Tempels zum Sonnenuntergang – Phnom Bakheng Tempel

Tempelbesetzung – Phnom Bakheng Tempel

Kinder auf dem Weg zur Schule im frühen Morgenlicht – Srah Srang

Kinder auf dem Weg zur Schule im frühen Morgenlicht – Srah Srang

Unser Guide mit Tochter – Wasserfall am Phnum Kulen

Guides bei der Pause – Wasserfall am Phnum Kulen

Sonnenaufgang – Angkor Wat


Schluss mit romantischen Sonnenaufgängen, hier die Realität! So sah es auf der  anderen Seite von Angkor Wat zum Sonnenaufgang aus. (Ein Klick auf den Text führt zum Bild)

4 Kommentare auf “Auch die Götter mögen harte Devisen”

  1. Conny sagt:

    Meine Güte…ihr habt keine Ahnung was ich geben würde um einen Tag dabei zu sein!! *________________________* Wunderschön ^^

  2. Katja sagt:

    Von wegen, Andy geht mal eben schnell zur Mutter…er ist ganz deutlich auf dem 13. Bild von oben zu sehen, als er gerade die Treppe erklimmt!!!;-))