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Die schwimmenden Dörfer

Direkt nach dem Sonnenaufgang in Angkor Wat, den Menschenmassen und dem Gefühl vom Tourismus erdrückt zu werden, hatten wir genug von den Tempeln und wollte nur noch raus aufs Land.

Auf Mr. Wet war mal wieder Verlass, lass uns doch zu den „Schwimmenden Dörfern“ fahren, meinte er. Das war überhaupt die  Idee, da wollte ich eigentlich sowieso hin, hatte es nur im akuten Tomb-Raider-Wahn verdrängt :-) Nach kurzen Diskussionen, da ich nicht in die touristisch überlaufene  (welche Mr. Wet für viel interessanter hielt), sondern in eine abgelegenere, nicht so an den Tourismus gewöhnte Stadt wollte, ging es auch schon los.

Alleine die Fahrt zum Fähranleger war ein Traum. Frühe Morgensonne, leichter Dunst in der Luft und wir fuhren durch kleine, verschlafene Dörfer, die sich an der Strße entlang ziehen. Wann immer die Kinder das Tuk-Tuk auch schon von Weitem entdecken, liefen sie winkend zur Straße und grüßten uns, auf das Herzlichste strahlend. Einfach schön!

Nicht minder schön war die Fahrt durch die „Versunkenen Wälder“, die in der Regenzeit komplett überflutet sind, nach Kampong Phluk. Und dann sahen wir auch schon die Stadt, eine riesige Ansammlung von Häusern, die auf 6m  hohen Stelzen über dem Wasser bzw. der Erde thronten. Sehr beeindruckend! Diese Städte leben völlig autark auf dem See, alles ist vorhanden: eine Schule, Arzt, Geschäfte und Co. Während der Trockenzeit ziehen die Männer mit ihren Booten in die Mitte des Sees, um dort behelfmäßige Hütten bauen und weiterhin vom Fischfang leben zu können.

Kaum waren wir angelandet, standen wir auch schon mittem im Leben. Spielende Kinder auf der staubigen Straße (Anmerkung: Es ist Trockenzeit) luden uns direkt zu einer Art Federballspiel ein. Eine ausgelassene Stimmung herrschte hier, wo man auch hin guckte, lachten die Menschen und sahen zufrieden / glücklich aus. Durch die Sonne geblendet konnte ich einen kleinen Jungen mir gegenüber nicht richtig erkennen. Er spielte mit irgendetwas um seinen Hals. Als ich die Augen etwas abschirmte, erkannte ich eine kleine Schlange, die der Junge wie selbstverständlich abwechselnd um seinen Arm, dann mal wieder um seinen Hals wickelte. Die Zeit in Kampong Phluk verging wie im Flug und so mussten wir bald schon wieder Abschied nehmen. Die lange Rückfahrt im Nachmittagslicht mit dem Tuk-Tuk gab uns die Möglichkeit unseren Gedanken nachzuhängen und die Eindrücke des Tages zu verarbeiten.

Nun hieß es die Sachen zu packen und sich auf einen neuen Abschnitt der Reise vorzubereiten – wir sehen uns in Nord-Thailand. Kambodscha hat einen tiefen Eindruck bei uns hinterlassen und wir sind uns einig, dass wir Kambodscha auf jeden Fall noch einmal bereisen wollen!

Fischerfrauen beim Kochen

Früh übt sich.

Die grünen Pflanzen sind Wasserpflanzen, keine Wiese :o)

Fischer beim Reparieren der Netze

Die Wimpern sind echt!

2 Kommentare auf “Die schwimmenden Dörfer”

  1. Conny Lopez sagt:

    Betrunken und nicht mehr gaaaaanz aufnahmefähig heute morgen bei Andi gesehn und für wundervoll befunden..mit dem zu erwartendem Grad an Wodka-emotionalität xDDD

  2. Helga sagt:

    Hallo Ihr Zwei,wünsche Euch,dass das was Ihr erlebt so faszinierend weitergeht!!!!!wenn ich die Fotos anschaue und die Berichte von Euch lese,sehne ich mich zu Euch…..ich kann nur sagen TOLL!!ganz,ganz liebe Grüsse die Helga :-)